Von Payerbach-Reichenau über die Waldburgangerhütte nach Gloggnitz
Die Fakten
13,5 km 883 hm 902 hm
Start: Payerbach-Reichenau
Ziel: Gloggnitz
An-/Abreise: mit dem CJX 9 von und nach Wien
Schwierigkeit: einfache Wege, aber aufgrund der durchgehenden An- und Abstiege anstrengende Tour
Am Freitag wollte ich eigentlich von Payerbach-Reichenau mit dem Bus zum Preiner Gscheid fahren und von dort auf die Kampalpe wandern. Allerdings gab es dann wegen einer Oberleitungsstörung eine ziemliche Verzögerung mit dem Zug und es wurde mir nun zum Verhängnis, dass ich die Wanderung an einem Werktag machen wollte. Sonst sind ja die Busverbindungen meistens am Wochenende spärlicher, aber das Preiner Gscheid ist ein Wanderparkplatz und der Bus dort fährt am Wochenende häufiger. Am Freitag hingegen war meine einzige Verbindung nun weg. Daher suchte ich mir recht spontan diese Tour aus, die ich direkt vom Bahnhof in Payerbach-Reichenau starten konnte.
Es ging zunächst noch eher flach los, dafür aber in der Sonne – und an diesem Tag waren über 30 Grad angesagt. Ich hoffte nur inständig, dass es weiter oben kühler sein würde. Bald hatte ich einen schönen Blick zurück.


Kurz nach dem Geyerhof zweigte der Wanderweg in den Wald ab und nun ging es beständig bergauf. Es war zwar im Wald meist schattig, aber ich kam trotzdem bald ins Schwitzen. Zwischendurch öffnete sich ein schöner Blick Richtung Raxplateau.



Der Weg wurde allmählich steiniger und war an einer Stelle sogar kurz gesichert (was ich mir allerdings nicht ganz erklären konnte). Schließlich bog ich links zu einem Abstecher zur Jubiläumsaussicht am Geyerstein ab.


Dieser Aussichtsplatz ist wirklich schön und bot tolle Blicke Richtung Rax und Semmering. Dort hingen Wolken, die ich mir auch bei mir sehnlichst wünschte. Wenn ich wie geplant auf die Kampalpe gewandert hätte, hätte ich also wohl weitgehend Schatten gehabt.



Ich hatte zwar erst zweieinhalb Kilometer, aber schon 500 Höhenmeter hinter mir gebracht und so machte ich jetzt erst einmal meine Mittagspause. Durch die Verzögerung bei der Anreise war es auch schon Mittagszeit.
Da das Bergaufgehen bei der Hitze wirklich wenig Spaß machte, überlegte ich, ob ich hier einfach ein wenig meine Malsachen auspacken und anschließend wieder zurück zum Bahnhof gehen sollte. Aber da mir nun ein ganz angenehmes Lüftchen um die Nase wehte und ich auch das Gefühl hatte, dass ich unbedingt an meiner Kondition arbeiten muss, raffte ich mich schließlich doch zum weiteren Anstieg auf.
Es ging nun auf schmalen Waldwegen weiter zur Waldburgangerhütte, die sehr schön gelegen ist.



Leider hat die Hütte nur am Wochenende geöffnet. Das war mir bewusst gewesen, allerdings hoffte ich auf eine Selbstbedienungs-Getränkebox, wie es sie auf Hütten oft gibt. Eine solche gab es hier leider nicht, aber noch war ich mit genug Wasser versorgt.
Nach weiteren hundert Höhenmetern erreichte ich dann meinen höchsten Punkt des Tages mit der Schwarzenberg-Aussicht, wo ich nochmal einen schönen Blick Richtung Semmeringgebiet mit dem Sonnwendstein hatte.


Nun hatte ich den Anstieg geschafft, worüber ich sehr froh war. Ich weiß nicht, ob es an der Hitze lag, aber ich hatte ziemlich mit den Höhenmetern gekämpft. Auf meiner Wanderliste stehen noch einige Touren mit vielen Höhenmetern – möglicherweise muss ich mir diese für den Herbst aufheben.
Es ging nun beständig bergab auf einem schönen und meist schattigen Waldweg. Ich folgte hier die ganze Zeit dem Gloggnitzer Rundwanderweg, der zwar nicht ausgeschildert, aber gut markiert war.


Als ich etwa 400 Höhenmeter hinabgewandert war, erreichte ich nochmal einen Aussichtspunkt, wo ich nun Richtung Bucklige Welt schaute. Da sich jetzt erfreulicherweise eine Wolke vor die Sonne geschoben hatte, konnte ich hier auch nochmal eine kurze Pause im Schatten einlegen. Da ich mich schon so auf einen klimatisierten Zug und später eine kalte Dusche freute, packte ich aber auch jetzt meine Malsachen nicht mehr aus.


Im Wald ging es nun weiter bergab und ich kam an ein paar sehr schönen Lilien vorbei.


Nach neun Kilometern flachte der Weg schließlich ab und ich erreichte eine Straße. Leider war die Sonne nun wieder da, aber zum Glück tauchte ich etwa eine halbe Stunde später wieder in schattigen Wald ein.


Das letzte Stück ging es in engen Serpentinen nochmal steil einen Hang hinunter, ehe ich schließlich den Bahnhof Gloggnitz erreichte.
Fazit: Eine schöne Tour mit vielen Waldwegen, die mir allerdings bei den aktuellen Temperaturen sehr anstrengend vorkam. Zum Glück geht es nächste Woche erst mal in den Norden, wobei die Wetteraussichten auch dort eher auf Bade- als auch Wanderwetter hindeuten.