Wege in Österreich

Linzer Stadtwanderung: Türmewanderung Leonding

Die Fakten
9,3 km 227 hm 182 hm
Start: Bahnhof Leonding
Ziel: Bushaltestelle Ziegeleistraße
An- und Abreise: S2 und S5 von Linz Hbf nach Leonding; Buslinien 17 und 27 von der Ziegeleistraße zum Hbf
Schwierigkeit: einfache Wanderung mit einer Mischung aus Straßen und Feldwegen

Letztes Wochenende war ich in Linz, da meine Mutter und ich zum aktuellen Vortrag „Wandern total“ von Christine Thürmer gegangen sind. Da war es naheliegend vorher auch zu wandern und inspiriert von meiner Türmerunde in Puchenau machten wir uns auf, um die Türme in Leonding zu erkunden. Zur Linzer Turmlinie habe ich bei meinem Beitrag zu Puchenau schon etwas mehr geschrieben – allgemeine Fakten könnt ihr also dort nachlesen. In Leonding sind einige Türme noch gut erhalten bzw. werden nachgenutzt und so gibt es dort auch eine Türmewanderung, die gleichzeitig der Linzer Stadtwanderweg 9 ist. Wir orientierten uns an diesem nur teilweise, da wir einen anderen Start- und Endpunkt hatten und den Weg entsprechend anpassten.

Unser Start war am Bahnhof in Leonding, von wo aus es erst einmal durch die Stadt ging. Nach einem kurzen Supermarkt- und einem etwas längeren Kaffee-Stopp ließen wir die Straßen der Stadt allmählich hinter uns. Es war zwar noch recht kühl, aber sonnig und es blühte überall.

Bald hatten wir schöne Ausblicke auf den Kürnbergerwald und den Pöstlingberg.

Nach etwa drei Kilometern erreichten wir den ersten Turm 12 („Agnes“), der im Besitz einer Baufirma ist und um zwei Etagen aufgestockt wurde.

Bald darauf erreichten wir den Turm 13 („Genoveva“), der am ursprünglichsten erhalten ist. Er diente im zweiten Weltkrieg als Sprengstofflager, anschließend als Katastrophenlager des Roten Kreuzes und wurde schließlich im Jahr 2000 von der Stadt Leonding gekauft und saniert, um ihn als Kulturdenkmal zu erhalten.

Auf einen Abstecher zum nicht mehr erhaltenen Turm 14 verzichteten wir – den übrig gebliebenen Wall konnten wir aber auch aus der Ferne erkennen. Immer wieder konnten wir weite Ausblicke genießen.

Von der Frieseneggerstraße ging es in einen kleinen Waldweg und dann in eine äußerst kuriose Gasse. Der einst breitere Weg war hier noch deutlich zu erkennen, allerdings hatte ihn ein versetzter Zaun so verkleinert, dass wir gerade so durchkamen. Der Sinn des ganzen erschloss sich uns nicht, da der dadurch gewonnene Platz auf der anderen Zaunseite auch nur brachlag.

Auf dem weiteren Weg gab es ab und zu Informationstafeln mit Hinweisen auf weitere Elemente der Befestigungsanlage, die wir allerdings nicht erkennen konnten. Es war nicht ganz klar, ob von diesen überhaupt noch etwas erhalten ist oder diese inzwischen gänzlich überbaut sind.

Sehr gut erhalten ist hingegen Turm 9 („Apollonia“), der heute das Stadtmuseum Leonding beherbergt.

Um unseren angepeilten Bus zu erreichen, statteten wir dem Museum zwar keinen Besuch ab; rückblickend hätten wir dafür aber durchaus Zeit gehabt.

Mit dem letzten Kilometer zur Bushaltestelle überschritten wir die Stadtgrenze nach Linz und machten uns dann auf zum Posthof, wo uns Christine Thürmer von deutlich weiteren und abenteuerlichen Wanderungen in aller Welt erzählte.

Fazit: Eine interessante Ergänzung zur Turmwanderung in Puchenau – interessant auch deshalb, weil diese hier einen ganz anderen Charakter hat. Während die Türme in Puchenau verwachsen und zu Ruinen verfallen sind, werden die Türme in Leonding teilweise noch weitergenutzt. Die Wanderung selbst war weniger stadtlastig, als es auf der Karte den Anschein hat, und hatte einige schöne Ausblicke zu bieten.

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