Von Hainfeld auf den Gföhlberg
Die Fakten
19,8 km 790 hm 726 hm
Start: Hainfeld
Ziel: Kaumberg
An- und Abreise: R 54 von St. Pölten nach Hainfeld; Bus 169 von Kaumberg nach Wien
Schwierigkeit: einfache Wanderung mit einigem Auf und Ab; auf manchen Wiesenwegen ist die Orientierung etwas schwierig
Der Gföhlberg ist mit 885 m der zweithöchste Berg im Wienerwald. Aber während sein „großer Bruder“, der Schöpfl, mit der Matraswarte weite Fernblicke in alle Richtungen ermöglicht, ist der Gipfel des Gföhlberges ziemlich verwachsen. Vermutlich wird er deshalb nur wenig in Wanderführern beschrieben und ich bin selbst recht spät auf ihn aufmerksam geworden. Da ich aber die populären Wege im Wiener Umland schon zunehmend abgegrast habe, ist es an der Zeit meine Fühler weiter auszustrecken.
Ich startete meine Wanderung am Bahnhof in Hainfeld und wurde zum Einstieg gleich von Frühlingsblüten und Sonnenschein begrüßt. Da es gleich bergauf los ging, hatte ich bald auch einen schönen Blick zurück auf Hainfeld.



Durch den Wald und vorbei an weiteren Frühlingsblüten wechselten sich flache Abschnitte und Bergaufstrecken ab.







Kurz vor einem Hof mit Alpakas wurde der Weg ein bisschen unklar, aber nachdem ich auf der Wiese die Koppeln umrundet hatte, stieß ich zum Glück wieder auf Markierungen. Anscheinend verlief der Wanderweg hier ursprünglich dort, wo jetzt die Alpakas grasen. Solange man also einfach an den Koppeln entlanggeht, landet man schließlich wieder auf dem Weg.

Es ging nun bei tollen Ausblicken an einigen Höfen vorbei und ich erfreute mich weiter an all dem Grün und den Blumen. Diese Jahreszeit jetzt würde ich am liebsten für einige Monate so festhalten, das ist einfach die perfekte Zeit zum Wandern.



Nach einer guten Stunde ging es ein weiteres Mal weglos über eine Wiese. Ich konnte keinerlei Markierungen erkennen und orientierte mich mit Hilfe meiner Wanderapp, aber schließlich stieß ich wieder auf einen Weg. Gut drei Kilometer ging es nun abwechselnd durch Wälder und über Wiesenwege, bis schließlich die Gföhlberghütte angeschrieben war.





Ich folgte zunächst dem Weg Richtung Hütte, bog dann aber links auf einen kleinen Pfad ab, der mich auf den Gipfel des Gföhlberges führte. Durch die Bäume ringsum gibt es hier wirklich keinerlei Aussicht, aber ich wollte zumindest ein Gipfelfoto mit meinem neuen Wandershirt machen. Dazu platzierte ich das Smartphone in einer Astgabel, bekam aber leider nur unscharfe Bilder hin.


Vom Gipfel waren es noch etwa zehn Minuten bis zur Gföhlberghütte, bei der nun doch ein bisschen etwas los war. Ich probierte einen Elsbeerensaft, der in dieser Region anscheinend typisch ist. Den anschließenden kleinen Abstecher von der Hütte zum „Raxblick“ hätte ich mir allerdings sparen können, da dieser inzwischen schon ziemlich verwachsen ist.


Von der Hütte folgte ich nun dem Elsbeerenpfad bergab.


Leider mündete der Weg schließlich in eine Straße, die anscheinend eine beliebte Motorradstrecke ist. Daher waren die nächsten zwei Kilometer ein wenig mühsam, aber dann konnte ich wieder ein einen kleinen Waldweg einbiegen, der stellenweise ziemlich verwachsen war.


Schließlich öffnete sich der Blick wieder auf die schöne Hügellandschaft und auf die Araburg und ich legte noch eine späte Pause ein, um meinen mitgebrachten Salat zu essen und ein wenig zu malen. Leider begann ich den Baum etwas zu groß und daher passte er nicht auf die Seite. 😉



Nun ging es das letzte Stück quer über eine Wiese bergab nach Kaumberg, wo ich bald darauf in den Bus 169 stieg, der direkt nach Wien fährt – allerdings nur zweimal täglich. Ansonsten kann man auch mit dem Bus 316 etwas umständlicher über Weissenbach a.d. Triesting oder Hainfeld fahren.

Fazit: Auch wenn der Gipfel selbst keine Ausblicke zu bieten hat, ist der Weg auf den Gföhlberg sehr schön. Und jetzt mit all den blühenden Bäumen und Wiesen ist ohnehin jede Wanderung sehr lohnenswert.
One Comment
Lothar Girolla
Bin einmal von Hainfeld nach Laaben gegangen, Route anfangs identisch mit deiner und bei den Alpakas hatte ich das gleiche Problem.
Wir gehen übrigens oft die selben Wege, würde mich nicht wundern wenn wir uns schon einmal begegnet wären oder das einmal tun.
Lothar