Cleveland Way 3: Beak Hills Farm – Newton under Roseberry
Die Fakten
27,9 km 797 hm 967 hm
Start: Beak Hills Farm
Ziel: Newton under Roseberry
Schwierigkeit: sehr viel bergauf und bergab, stellenweise auch recht steil
Beim Frühstück traf ich heute nochmal mit den anderen Wanderinnen zusammen, ehe wir dann zeitversetzt aufbrachen. Ich war mit einem Start um 7:45 genau in der Mitte. 😉
Gleich zu Beginn ging es in einer Tour rauf und runter.



Zwischendurch war bei den Wainstones sogar eine kurze Kraxelei über Felsen angesagt.



Während es zu Beginn noch freundlich war, setzte dann doch bald wieder Regen ein. Dabei war es in der Ferne beim markanten Roseberry Hill noch immer sonnig. Ich hoffte, dass das so bleiben würde, bis ich dorthin kam.

Nachdem die ersten drei Anstiege geschafft waren und ich mit dem Round Hill sen höchsten Punkt des Tages erreicht hatte, teilten sich der Cleveland Way und der Coast to Coast Path wieder. Das hatte ich gestern falsch verstanden: Da der Coast to Coast in Robin Hood’s Bay endet, das auch bei mir am Weg liegt, dachte ich, dass die Route bis dorthin parallel verläuft. Aber der Coast to Coast führt geradewegs dorthin, während der Cleveland Way noch einen größeren Bogen nach Norden macht.



Es ging nun eine Weile weitgehend flach durch das Moor. Die raue, weite Landschaft erinnerte mich ein wenig an das norwegische Dovrefjell. Aber so schön die Ausblicke auch waren, ich war soch allmählich reif für eine Pause. Leider war es nicht ganz einfach einen passenden Platz zu finden. Und als ich endlich einen gefunden hatte, dauerte es nicht lang, ehe es wieder zu regnen begann. Dabei war es rundherum teilweise sonnig. Ich hatte ein bisschen das Gefühl, als würde mich heute meine ganz persönliche Regenwolke verfolgen. Irgendwann rissen aber auch über mir die Wolken auf.



Ehe es von dieser traumhaften Hügelkette wieder runterging, fand ich noch einen Felsen, der sich als Sitzplatz anbot, und ich wagte es meine Malsachen auszupacken. Leider wurde es aber nun so windig, dass ich nicht weit kam. Beim Weg hinunter ins Tal musste ich mich richtig gegen den Wind anstemmen.

Unten im Tal ging ich durch Kildale, das lediglich aus einer Handvoll Häuser bestand. Danach ging es wieder kräftig bergauf und zwar zu Captain Cook’s Monument. Dabei handelt es sich um einen 16 Meter hohen Sandstein-Obelisken, der 1827 zu Ehren des Seefahrers und Entdeckers Captain James Cook errichtet wurde.


Von oben hatte ich eine tolle Aussicht – unter anderem auch auf die Hügelkette, über die ich gewandert war.

Vom Monument ging es wieder hinunter und dann erneut bergauf zur Black Bank. Von hier hatte ich nun einen schönen Blick auf Roseberry Topping.


Auf dem Weg hinunter von Black Bank wendet sich der Cleveland Way gen Nordosten und Weg von Roseberry Topping. Eine Besteigung ist also eine Fleißaufgabe. Ich hatte aber meine Unterkunft auf der anderen Seite des Hügels und war unschlüssig, ob ich ihn heute noch besteigen oder am Fuß vorbeigehen und die Besteigung auf morgen Früh verschieben sollte.

Da ich die Kilometer heute schon in den Füßen spürte und es schon ausreichend Höhenmeter gewesen waren, entschied ich mich schließlich für den Weg außen herum. Nun bleibt nur zu hoffen, dass morgen in der Früh das Wetter mitspielt. Meine heutige Unterkunft erreichte ich zwar noch trockenen Fußes, aber kurz nach meiner Ankunft begann es wieder zu regnen und das soll nun auch in der Nacht so weitergehen.

Fazit: Erneut eine tolle Route durch die North York Moors. Im Gegensatz zu gestern war die Landschaft heute etwas rauer und karger, aber erneut sehr schön. Da es so viel bergauf und bergab geht, hat es die Etappe ganz schön in sich.