Impressionen vom Silvesterurlaub und eine abenteuerliche Wanderung
Zum inzwischen schon dritten Mal verbrachten Julian und ich unseren Silvesterurlaub in Mitterbach am Erlaufsee. Anders als in den letzten Jahren konnten wir aber dieses Mal die Zeit nicht so gut zum Wandern nutzen, da das Wetter an den ersten Tagen sehr wechselhaft war. Am Ankunftstag war es zwar noch sehr sonnig, allerdings blieb da bis zum Sonnenuntergang nicht mehr viel Zeit, und danach war teilweise Schneesturm angesagt. Hier gibt es aber zumindest ein paar Impressionen von unseren Spaziergängen im alten Jahr:





Wanderung auf die Gemeindealpe
Die Fakten
2,5 km 329 hm 25 hm
Start: Mittelstation der Seilbahn
Ziel: Bergstation der Seilbahn
Schwierigkeit: im Sommer wohl eine einfache Gipfeltour, aber bei Schnee hat der Weg seine Tücken
Am Neujahrstag wollten wir dann endlich das schöne Wetter nutzen und mit der Seilbahn auf die Gemeindealpe fahren. Als wir bei der Mittelstation sahen, wie Skitourengeher auf der Piste hinaufstapften, überlegten wir spontan den restlichen Weg zum Gipfel zu wandern. Ich erkundigte mich bei dem Mann, der den Sessellift betreute, ob es möglich wäre auch ohne Tourenski hinaufzuwandern. Dieser bejahte und verwies auf einen alternativen und längeren Weg über die Straße, empfahl uns aber den direkten und kürzeren Aufstieg über die Piste. Also machten wir uns auf den Weg und erfreuten uns am Schnee und dem beeindruckenden Panorama.




Wir hatten tolle Blicke auf die Bergwelt rundherum, auf Mariazell und den Erlaufsee.


Da es zu Beginn noch nicht allzu steil war, waren wir optimistisch, dass wir den Gipfel mit ausreichend Spielraum erreichen würden, um um 15:45 mit der letzten Seilbahn hinunter fahren zu können.
Bald wurde es aber immer steiler und rutschiger. Wie immer lässt es sich auf den Fotos kaum einfangen, aber es ging nun wirklich knackig bergauf und auf der recht glatten Piste war das ein schwieriges Unterfangen.


Als hinter uns eine Frau mit Tourenski ebenfalls kämpfte und daher in Richtung eines kleinen Pfades abbog, beschlossen wir ihren Spuren zu folgen. Mit normalen Wanderschuhen gab es aber auch hier kaum ein Vorankommen und so entschieden wir uns mit Blick auf die Uhr schweren Herzens zur Umkehr. Nach ein paar Schritten bergab kam uns ein weiterer Tourengeher entgegen, der sich zuerst beschwerte, dass wir die Spur zerstörten, dann aber einigermaßen schockiert darüber war, dass uns die Route über die Skipiste empfohlen worden war. Er gab uns den Rat von hier den Hang zu queren, bis wir auf die Straße stoßen würden. Wir stapften also mitten durch den Schnee und erreichten tatsächlich bald darauf einen guten und nicht besonders steilen Weg. Nach kurzem Überlegen beschlossen wir, auf diesem doch weiter bis zum Gipfel zu gehen.
Hier noch ein Foto von unten, das die verschiedenen Wege gut zeigt: Rechts ist das breite Band der Skipiste, die direkt und steil bergauf führt; links davon ist die weite Kehre des Weges, dem wir nun folgten.

Als wir nun in weiten Serpentinen bergaufstapften, hatten wir hatten noch einmal Blicke auf die Bergwelt ringsum und schließlich auch auf den Ötscher.



Leider saß uns die Zeit ein wenig im Nacken – ansonsten hätten wir diesen Abschnitt noch mehr genießen können. Wir folgten einem Wanderweg, der auf die Westseite der Gemeindealpe führte. Hier blies uns zwar ein eisiger Wind entgegen, aber wir hatten auch schon eine schöne Sonnenstimmung.



Bis zum Sonnenuntergang konnten wir zwar leider nicht warten, aber wir genossen noch die ersten Verfärbungen des Himmels, bis es schließlich höchste Zeit war die Seilbahn hinunter zu nehmen.
Fazit: Trotz aller Widrigkeiten zu Beginn war das eine sehr lohnenswerte Wanderung mit grandiosen Ausblicken. Nach dem ersten flachen Teil auf der Piste zweigt links der Waldmarkweg ab, der schließlich auch auf die Straße stößt. Das wäre wahrscheinlich die beste Variante sowohl im Sommer als auch im Winter.