Stadtwanderweg 1a im Wandel der Jahreszeiten
Die Fakten
10,5 km 300 hm 300 hm
Start und Ziel: Nußdorf (alternativ: Kahlenbergerdorf)
An- und Abreise: S-Bahn 40 oder Straßenbahn D; bei Start in Kahlenbergerdorf Buslinie 400
Schwierigkeit: steiler Anstieg auf dem Nasenweg, im Winter kann es hier glatt sein; ansonsten gemütliche kleine Wanderung
Der Stadtwanderweg 1a ist einer, den ich in verschiedenen Varianten schon sehr häufig gegangen bin. Er führt auf meinen „Hausberg“, den Kahlenberg, und gehört zu meinen liebsten Wiener Stadtwanderwegen. Daher möchte ich euch hier eine Mischung an Fotos aus unterschiedlichen Jahreszeiten zusammenstellen.
Eigentlich beginnt und endet der Stadtwanderweg in Nußdorf, aber da man in diesem Fall zweimal denselben Weg an der Donau entlang bis/von Kahlenbergerdorf geht, würde ich empfehlen, entweder gleich in Kahlenbergerdorf zu beginnen oder aber dort die Wanderung zu beenden.
Nachdem man zwei Kilometer an der Donau entlanggegangen oder aber in Kahlenbergerdorf aus dem Bus gestiegen ist, geht es auf dem Nasenweg steil bergauf. Der Name des Weges kommt von dem „Nase“ genannten Steilhang des Leopoldsberges. Der Weg führt teils über Stufen in mehreren Kehren hinauf und ist wohl der steilste Anstieg, den man in Wien finden kann. Dieser Teil der Stadtwanderung ist also ganz schön anstrengend, aber auch einer der Gründe, weshalb ich diesen Weg so mag: Der Nasenweg ist hervorragend geeignet, um ohne lange Anfahrtsweg an der Kondition zu arbeiten.
Nach etwa zwei Drittel des Weges gibt es eine Aussichtsplattform mit schönen Ausblicken auf die Kirche von Kahlenbergerdorf, die umliegenden Weinberge und auf Wien.






Nach weiteren etwa 10 Minuten Anstieg erreicht man die Kirche am Leopoldsberg, wo man neben weiteren Blicken auf Wien nun auch ein schönes Panorama auf Klosterneuburg hat.


Die Kirche am Leopoldsberg wurde 1693 errichtet und im 18. Jahrhundert weiter ausgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil der Kirche durch eine Fliegerbombe zerstört. Während es früher schon ein Glücksspiel war, die Kirche geöffnet vorzfinden, sind derzeit Kirche und Burg überhaupt wegen Renovierungsarbeiten nicht zugänglich. Nah bei der Kirche findet sich das Kosakendenkmal, das 2013 den ukrainischen Kosaken zum Dank für die Unterstützung während der Türkenbelagerung von 1683 errichtet wurde.


Danach ist der anstrengende Teil des Weges geschafft, denn ab jetzt geht es großteils flach weiter zum Kahlenberg. Der Weg führt durch den Wald und am Waldseilpark sowie der Josefinenhütte vorbei.


Beim Kahlenberg wimmelt es vor allem am Wochenende meist nur so von Ausflüglern, die mit Rädern, zu Fuß oder dem Bus heraufkommen. Dementsprechend voll ist es in der Regel auch beim Café und der Aussichtsterrasse. Den Blick auf Wien sollte man sich hier trotzdem nicht entgehen lassen.


Vom Kahlenberg geht es nun bergab, zunächst recht gemütlich durch Weinberge und an Heurigen vorbei.



Zwischen den Heurigen Mayer und Sirbu biegt nun der Stadtwanderweg 1a nach links ab und bietet hier unter anderem schöne Blicke auf die Kirche am Leopoldsberg.



Schließlich geht es in den Wald und dort etwas steiler bergab, bis der kleine Pfad auf den Waldbachsteig stößt, von wo aus bereits wieder die Kirche von Kahlenbergerdorf zu sehen ist.



Nun kann man von Kahlenbergerdorf entweder gleich in den Bus steigen oder aber wieder an der Donau entlang nach Nußdorf gehen.


Der Stadtwanderweg 1a ist meiner Meinung nach einer der schönsten Stadtwanderwege. Neben den lohnenswerten Ausblicken vom Leopoldsberg und Kahlenberg hat man auch einen sehr schönen Weg durch die Weinberge. Das „Anhängsel“ von Kahlenbergerdorf nach Nußdorf bietet ein ganz nettes Flanieren an der Donau, muss aber auch nicht unbedingt sein (vor allem nicht zweimal). Abgesehen davon aber eine sehr empfehlenswerte kleine Wanderung am Stadtrand.