Hollabrunn – Kellerkatzenweg und Heidbirnbaumweg
Die Fakten
10,9 km 216 hm 216 hm
Start und Ziel: Hollabrunn
An- und Abreise: REX 3 oder S 3 nach Hollabrunn
Schwierigkeit: einfache, kleine Wanderung
Da mich ein Schnupfen plagte, ich aber unbedingt das schöne Herbstwetter nutzen wollte, gab es gestern nur eine kleine Runde. Ich habe letztes Jahr im Frühling gesehen, dass es von Hollabrunn aus einige Rundwanderwege gibt und habe damals den Taubenkogelweg gemacht. Nun wollte ich zwei weitere dieser Wege miteinander verbinden: den Kellerkatzenweg, der auf etwa 4 Kilometern mit zahlreichen Themenstationen durch die Sitzendorfer Kellergasse führt, und den etwas längeren Heidbirnbaumweg.
Der Kellerkatzenweg war bereits vom Bahnhof weg nicht zu übersehen und führte mich zunächst zum Stadthotel Hollabrunn, wo man bei der Rezeption einen Folder erhält und eine Chipkarte, mit der man Zugang zu einigen Kellern bekommt.


Danach ging es auch schon direkt in die Kellergasse, wo mich die erste von zahlreichen Informationstafeln begrüßte.



Es gibt insgesamt 25 Stationen auf dem Weg, die die Geschichte der Kellergasse und des Weinbaus erläutern. Leitmotiv ist die „Kellerkatze“ des Künstlers Günter Stockinger, die ein altes Symbol des Weinbaus im Weinviertel ist. Deshalb findet man auch immer wieder Katzenfiguren in den Gassen und Winzer stellten oft geschnitzte Figuren auf ihre besten Fässer. In vier Keller hat man mit der Chipkarte Zugang – in diesen gibt es Informationsvideos, historische Gerätschaften und Mitmachstationen für Kinder.




Das Herbstlaub und der blaue Himmel verliehen der charmanten Kellergasse genau die richtige Atmosphäre und ich fand es sehr schön am Themenweg entlangzuspazieren.



Nach etwa zweieinhalb Kilometern ging es in die Weinberge und ich erreichte einen Rastplatz. Da ich an diesem Tag erst spät aufgebrochen war, war das auch schon ein guter Platz für eine Mittagspause, zumal ich nicht wusste, ob ich später nochmal eine Sitzgelegenheit in der Sonne finden würde.

Hier verließ ich nun auch erst einmal den Kellerkatzenweg und folgte nun den roten Markierungen des Heidbirnbaumweges, der mich in sanftem Bergauf weiter in die Weinberge führte.



Ich erreichte das Heidbirnbaummarterl und hatte von hier wie auch schon zuvor auf dem Weg schöne Ausblicke über die Weinberge. Da es inzwischen ziemlich windig war, war ich aber froh, dass ich bereits den früheren Rastplatz für meine Mittagsjause genutzt hatte.



Bald darauf kürzen ich ein wenig ab und folgte einem Feldweg, ehe ich im Wald wieder zurück auf den Heidbirnbaumweg stieß. Durch buntes Herbstlaub ging ich zurück zu meinem Mittagsrastplatz.


Nach der etwa sechs Kilometer langen Schleife war ich nun also wieder zurück auf dem Kellerkatzenweg, wo ich bald einen offenen Keller mit Getränken zur Selbstbedienung erreichte. Da mir mehr nach heißem als eisgekühltem Getränk war, kaufte ich mir nichts, testete aber den selbstgemachten Pfefferminzsirup, der für eine Kostprobe bereitstand und hinterließ eine kleine Spende.

Auf einer sonnigen Bank machte ich noch eine kleine Pause und begann eine Skizze, ehe meine Finger im leider etwas ungemütlichen Wind zu kalt wurden. Daher legte ich das letzte Stück durch die Kellergasse eher zügig zurück.


Zurück beim Hotel retournierte ich die Chipkarte und trank zum Abschluss einen Cappuccino, während ich weiter an meiner Skizze arbeitete, mit der ich diesmal aber nicht so glücklich war. Irgendwie werde ich mit den Aquarellstiften nicht so ganz warm.

Fazit: Eine sehr nette kleine Runde bei wundervollem Herbstwetter. Der Kellerkatzenweg ist liebevoll gestaltet und bietet viele Informationen und der Heidbirnbaumweg war eine passende Erweiterung, um neben dem Themenweg auch noch etwas ins Wandern zu kommen.
One Comment
Konstanze
Der Kellerkatzenweg ist ja eine bezaubernde Idee! Und auch wenn es ein kalter und windiger Tag war, die Sonne sieht auf den Fotos einfach wunderbar aus! Was Aquarellstifte angeht, so habe ich die zuletzt während des Abis (als sie auf den Markt kamen, wenn ich mich recht erinnere) ausprobiert und wenn ich mich recht erinnere, kamen die besten Effekte mit vorher befeuchtetem Papier zustande.