Wege in Österreich

Hundsheimer Berg und Hainburger Schlossberg

Die Fakten
9,8 km 509 hm 497 hm
Start: Hainburg an der Donau Kulturfabrik
Ziel: Hainburg an der Donau Personenbahnhof
An- und Abreise: REX 7 oder S 7 von Wien
Schwierigkeit: Einfache Wanderung mit einigen Höhenmetern bergauf und bergab

Am Wochenende fuhren Julian und ich in der Hoffnung auf etwas Sonne nach Hainburg an der Donau, von wo aus wir eine Wanderung auf die drei „Hainburger Berge“ (den Hundsheimer Berg, den Schlossberg und den Braunsberg) machen wollten. Während es unterwegs noch ausgesehen hatte, als könnte sich tatsächlich die Sonne durchsetzen, empfingen uns in Hainburg grauen Wolken und ein kalter Wind. Wir gingen zunächst ein Stück an der Donau entlang, ehe wir durch das Fischertor in die Stadt hineingingen.

Hainburg ist bekannt für seinen mittelalterlichen Stadtkern und die Stadtmauern, die trotz starken Zerstörungen während des Großen Türkenkrieges 1683 sehr gut erhalten sind. Beim Fischertor kam es im Zuge dieses Krieges zu einer Massenpanik und einem Gemetzel, das der Gasse hier den Namen „Blutgasse“ gab.

Die mittelalterliche Pfarrkirche wurde nach Beschädigungen im Zuge des Türkenkrieges neu aufgebaut und barockisiert. Spätere Restaurierungen bemühten sich, den gotischen Charakter wieder stärker hervorzuheben.

Wir verließen die Altstadt durch das mächtige Wienertor, das größte erhaltene mittelalterliche Stadttor in Europa. Es stammt wie das Fischertor aus dem 13. Jahrhundert und wurde in späteren Jahrhunderten verstärkt und ausgebaut.

Bald darauf erreichten wir den Fuß des Hundsheimer Berges und hatten nun erst mal einen knackigen Anstieg von 300 Höhenmetern vor uns. Der Hang war teilweise übersäht mit Schneeglöckchen – wenn diese voll blühen, wird das wohl ein weißes Blütenmeer.

Etwas unterhalb des Gipfels erreichten wir den Hainburger Blick, einen Felsvorsprung mit toller Aussicht. Hier war es teilweise schwierig einen festen Stand zu finden, da der Wind so kräftig wehte. Wir machten trotzdem eine Fotopause, da wir hier einen grandiosen Ausblick auf Hainburg, den Schlossberg und den Braunsberg hatten. In der Ferne war auch Bratislava zu sehen, das von der Sonne beschienen wurde.

Beim weiteren Aufstieg begann es noch zu schneien und damit war klar, dass wir zumindest den Braunsberg heute nicht mehr besteigen würden. Es war einfach zu ungemütlich mit dem eisigen Wind. Am Hundsheimer Berg hatten wir nun eine gute Sicht Richtung Südwesten zum Neusiedler See, der wie Bratislava von der Sonne beleuchtet wurde.

Beim Abstieg waren wir nun erst einmal ein wenig vor dem Wind geschützt und so machten wir unterwegs eine kleine Pause und wärmten uns mit Tee auf. Beim weiteren Abstieg kamen wir an einem verfallenen Wasserleitungsstollen vorbei.

Kaum waren wir unten angekommen, ging es auch wieder bergauf zum Schlossberg. Oben sind die Ruinen der „Heimenburg“ aus dem 11. Jahrhundert, die den Schiffsverkehr auf der Donau überwachte. Hier hatten wir noch einmal einen tollen Blick auf den Braunsberg und die Donau sowie nach Bratislava, das noch immer im Sonnenschein lag.

Als wir wieder hinunter nach Hainburg kamen, waren wir froh, dass wir uns erst mal beim Abendessen im Warmen aufwärmen konnten, ehe wir schließlich zum Bahnhof gingen.

Fazit: Eine schöne Tour, aber ein sehr ungemütliches Wetter. Der Hundsheimer Berg wäre sicher ein toller Platz für den Sonnenuntergang (bei wärmeren Temperaturen).

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