Wege in Österreich

Hohe Wand über Waldeggersteig

Die Fakten
19,1 km 864 hm 868 hm
Start: Bahnhof Waldegg
Ziel: Bahnhof Wopfing
An- und Abreise: REX 97 oder R 97 von Wiener Neustadt nach Waldegg. In Wopfing hält nur der R 97, aber man könnte die Runde auch gut beim Bahnhof Oberpiesting beenden.
Schwierigkeit: Der Waldegger- und Drobilsteig sind Klettersteige der Kategorie A. Eine Kletterausrüstung ist nicht erforderlich, aber es sind einige Leitern zu bewältigen.

Derzeit lädt die graue Wolkensuppe nicht gerade zum Wandern ein. Ich war zwar letztes Wochenende in Retz, habe dort aber nur einen kleinen Spaziergang und eine Kellerführung gemacht. Daher nutze ich die Pause hier, um endlich mal eine Wanderung nachzutragen, die ich bereits vor zwei Jahren unternommen habe.

Mitte Februar 2023 nutzte ich einen besonders warmen Tag, um mit einer Freundin zu einer ausgedehnten Wanderung über die Hohe Wand aufzubrechen. Wir wählten als Aufstiegsroute den Weg durch die Große Klause und über den Waldeggersteig. Es handelt sich dabei um einen leichten Klettersteig, der allerdings ein paar auch längere Leitern beinhaltet. Ich war den Steig im Oktober 2021 schon einmal bergab gegangen. Damals hatten mich die Leitern noch etwas nervös gemacht, aber dieses Mal wusste ich schon, was mich erwartet – und bergauf waren die Leitern angenehmer als bergab. Daher hatten wir mit dem Steig keinerlei Probleme.

Beim zeitweilig steilen Anstieg kamen wir ordentlich ins Schwitzen, und als wir die Große Klause verließen, wärmte uns beim weiteren Weg zum Waldeggerhaus zusätzlich noch die Sonne. Unterwegs und vom Waldeggerhaus hatten wir schon erste schöne Blicke auf die Gutensteiner Alpen, den Schneeberg und den Ötscher.

Noch schöner wurde der Ausblick dann vom Aussichtsturm, den wir gerade zur Mittagszeit erreichten. Ein passender Zeitpunkt also für unsere Jause, die wir im gemütlichen Strandkorb mit Panoramablick genossen.

Danach hatten wir ein paar Probleme, um den richtigen Weg zu finden. Auf diesem Abschnitt hatte ich schon bei meiner letzten Wanderung hier gekämpft, aber nachdem wir ein Wildgehege passiert hatten, war dann doch der Skywalk angeschrieben. Von der Aussichtsplattform, die über der Hohen Wand hinausragt, konnten wir unzählige Paragleiter beobachten; Grund dafür ist eine Flugschule direkt beim Skywalk. Unter uns war gerade ein Kletterer auf dem schwierigen ÖTK-Steig unterwegs – es gab hier also einiges zu sehen.

Beim Gasthof Postl legten wir nochmal eine kurze Pause ein, ehe wir nun großteils dem Piestingtaler Rundwanderweg folgten, der leider stellenweise nicht besonders gut markiert war. Anscheinend sind einige der markierten Bäume Forstarbeiten zum Opfer gefallen. Nach ein paar Unsicherheiten und kurzen Irrwegen erreichten wir schließlich das Herrgottschnitzerhaus, wo wir uns für den Drobilsteig als Abstiegsroute entschieden. Dieser einfache Steig entspricht vom Anspruch her dem Waldeggersteig, wobei die Leitern etwas kürzer sind. Falls man die Leitern im Abstieg ganz vermeiden möchte, kann man den Drobilsteig aber auch auf dem Eselweg umgehen.

Wir passierten die Einhornhöhle, die man im Sommer auch besichtigen kann, und waren kurz darauf wieder im Flachen angekommen. Über breite Forstwege und Straßen ging es nun die letzten Kilometer bis zum Bahnhof Wopfing.

Fazit: Wunderschöne Wanderung! Da ich zu dem Zeitpunkt länger keine ausgiebigen Touren gegangen war, fand ich den Aufstieg ziemlich anstrengend, aber die schönen Ausblicke und abwechslungsreichen Wege sind die Mühe mehr als wert.

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